Aktuelle Umfrage:

Anzeige:

Banner





JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval
Startseite WIRTSCHAFT Turbulente Hauptversammlung bei RWE
WIRTSCHAFT
20. April 2011, 15:41 Uhr
Turbulente Hauptversammlung bei RWE PDF Drucken E-Mail

Essen. RWE-Chef Jürgen Großmann hat sich heute auf der Hauptversammlung des Energiekonzerns zur Kernenegie als "wirtschaftlich notwendiger Technologie" bekannt. Kritische Aktionäre und Krakeeler sorgten für eine turbulente Veranstaltung in der Grugahalle.

"Wir haben derzeit in deutschland so viele Energieexperten wie sonst nur Bundestrainer", hatte Großmann seine Lagebeschreibung launig begonnen. Dann kritisierte er die Bundesregierung, der er vorwarf, sie haben "erst abgeschaltet und dann geprüft". Die Klage von RWE gegen die Abschaltung des Kernkraftwerks Biblis sei zwingend notwendig gewesen, um die Interessen der Aktionäre zu sichern. Falls die Mehrheit der Bevölkerung zukünftig auf Atomkraft verzichten wolle, werde man das akzeptieren. Allerdings solle man sich klarmachen, das dies Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe verursachen werde.

In der folgenden Diskussion schwankten die Beiträge zwischen Zustimmung und schroffer Ablehnung zu Großmanns Kurs, die in der Forderung des Geschäftsführers des Dachverband der Kritischen Aktionäre, Dufner, gipfelte, der RWE-Boss solle unverzüglich zurücktreten. Marc Tüngler von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) unterstützt die Klage des Konzerns gegen das Moratorium der Bundesregierung, mahnte aber ebenso wie viele andere eine klare Aussage über den zukünftigen "Energiemix" bei RWE an.