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WIRTSCHAFT
21. März 2011, 15:31 Uhr
Lanxess verzehnfacht Konzernergebnis PDF Drucken E-Mail

Leverkusen. Der Spezialchemie-Konzern Lanxess AG hat im Geschäftsjahr 2010 ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Der Umsatz stieg, vor allem aufgrund eines signifikanten Preis-Mengen-Effekts, gegenüber dem Vorjahr um 41 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verdoppelte sich nahezu auf 918 Millionen Euro. Zuletzt hatte der Konzern hier einen Wert von rund 900 Millionen Euro prognostiziert. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 12,9 Prozent nach 9,2 Prozent ein Jahr zuvor. Mit 379 Millionen Euro hat sich das Konzernergebnis 2010 nahezu verzehnfacht.

„Unser Wachstum wird sich nach dem hervorragenden Jahr 2010 und einem guten Start ins Jahr 2011 weiter fortsetzen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. „Wir profitieren dabei vor allem von unserem Fokus auf Wachstumsmärkte und auf Premium-Produkte für die globalen Megatrends Mobilität, Urbanisierung, Landwirtschaft und Wasser.“

Im vierten Quartal 2010 hat LANXESS Umsatz und Ergebnisse im Vergleich zu dem sehr starken entsprechenden Vorjahresquartal nochmals verbessert. So stieg der Umsatz um 32 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Alle drei Segmente profitierten dabei von höheren Absatzvolumina sowie Preis- und Währungseffekten. Die in Deutschland mittlerweile vorgeschriebene Nutzung von Winter- oder Ganzjahresreifen in den Wintermonaten hatte zusätzlichen positiven Einfluss auf das Geschäft mit synthetischen Kautschukprodukten des Segments Performance Polymers.

Das Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen wuchs im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahrjahreszeitraum um 19 Prozent auf 172 Millionen Euro. Den stärksten Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen verzeichnete dabei das Segment Advanced Intermediates, das insbesondere von der Nachfrageerholung im Bereich der Agrochemikalien profitierte.

Geplante Wartungsstillstände in Synthesekautschuk-Produktionsanlagen sowie eine einmalige Sonderzahlung an die Mitarbeiter führten zu einem leichten Rückgang der Konzern-EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im Berichtsquartal auf 9,4 Prozent. Das Konzernergebnis verbesserte sich im vierten Quartal im Vorjahresvergleich deutlich um 86 Prozent auf 26 Millionen Euro.

Starke Geschäfte in den Wachstumsmärkten

In der Region Lateinamerika erzielte LANXESS im Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatzplus von 85 Prozent auf 955 Millionen Euro das stärkste Wachstum. Der Anteil der Region am Konzernumsatz erhöhte sich auf 13 Prozent. Wichtigster Wachstumstreiber war das Segment Performance Polymers in Brasilien.

Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik wuchs um 43 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Der Anteil am Konzernumsatz betrug damit 23 Prozent. Das höchste Wachstum verzeichnete das Segment Advanced Intermediates. Hier profitierte die Business Unit Basic Chemicals zudem von den im Jahr 2009 erworbenen Geschäftsaktivitäten in Indien und China.

Den höchsten regionalen Umsatz erzielte LANXESS mit 2,0 Milliarden Euro in der Region EMEA (Europa ohne Deutschland, Mittlerer Osten, Afrika), was einem Plus von 31 Prozent entspricht. Ihr Anteil am Konzernumsatz betrug damit 29 Prozent. Wachstumstreiber war vor allem das Segment Performance Polymers. Russland, die Türkei und Südafrika waren die Länder mit den prozentual deutlichsten Umsatzsteigerungen.

Der LANXESS-Umsatz in den vier BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) stieg 2010 gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das waren 23 Prozent des Konzernumsatzes, nach 20 Prozent im Jahr zuvor.

Die Region Nordamerika erreichte mit einem Umsatzplus von 50 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro einen Anteil von 16 Prozent am Konzernumsatz. Um mehr als 50 Prozent verbesserte dabei das Segment Performance Polymers seine Umsätze.