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WIRTSCHAFT
17. Januar 2011, 10:33 Uhr
Lanxess AG investiert 40 Mio in Krefeld PDF Drucken E-Mail

Krefeld/Leverkusen. Der Spezialchemie-Konzern LANXESS stärkt seinen Standort Krefeld-Uerdingen und investiert rund 40 Millionen Euro in zwei Großprojekte des Geschäftsbereichs Basic Chemicals (BAC). LANXESS errichtet zum einen eine neue Anlage zur Formalin-Produktion, die zur Herstellung von Trimethylolpropan (TMP) benötigt wird. TMP ist ein dreiwertiger Alkohol, der unter anderem für zahlreiche Produkte in der Möbel-, Bau- und Automobilindustrie verwendet wird. Wegen der großen Nachfrage auf den Weltmärkten investiert der Spezialchemie-Konzern zum anderen in die Erweiterung der bereits bestehenden Menthol-Produktion. Synthetisches Menthol ist ein wichtiger Bestandteil in zahlreichen Aromen und pharmazeutischen Produkten.

„Mit dem Neubau der Formalin-Anlage und dem Ausbau der Menthol-Produktion setzen wir ein wichtiges Zeichen für die Zukunft dieses Standorts und der ganzen Region. LANXESS ist und bleibt ein Unternehmen mit starken Wurzeln in Nordrhein-Westfalen“, sagte Werner Breuers, Vorstandsmitglied der LANXESS AG, während der Grundsteinlegung der neuen Formalin-Anlage in Krefeld-Uerdingen. „Unsere Investitionen hier an unserem weltweit zweitgrößten Standort tragen maßgeblich dazu bei, dass wir auch in Zukunft Premium-Produkte für alle Märkten dieser Welt wettbewerbsfähig produzieren können.“

Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede wertet die Investitionen als ein weiteres, klares Bekenntnis für das Werk in Krefeld: „Ich freue mich über die Investitionen in Uerdingen und danke LANXESS für ihre Standortpolitik und ihre Unternehmensstrategie, die sich durch Flexibilität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit auszeichnet. LANXESS sendet damit erneut ein positives Signal in Richtung Konjunktur, Arbeitsmarkt und ganz besonders für den Wirtschaftsstandort Krefeld aus.“

Mit einer eigenen Formalin-Anlage baut LANXESS seine global sehr wettbewerbsfähige Position als Hersteller und Lieferant von TMP weiter aus und macht sich damit unabhängig von Zukäufen dieses notwendigen Vorprodukts. „Darüber hinaus stärken wir den Standort, sparen Transportkosten und verbessern unsere Energieeffizienz durch Verfahrensoptimierungen“, erläuterte Hubert Fink, neuer Leiter des Geschäftsbereichs Basic Chemicals. Zudem schafft LANXESS fünf zusätzliche Arbeitsplätze im Betrieb. Auf insgesamt 1.000 Quadratmetern entstehen neben der Anlage auch neue Formalin- und Methanoltanks. Die Inbetriebnahme der neuen Formalin-Anlage ist für Ende 2011 geplant.

Synthetisches Menthol von LANXESS setzt weltweit Maßstäbe für Reinheit und ist als Premium-Produkt in vielen Anwendungen im Pharmabereich erste Wahl. Die gesamte Herstellung bei LANXESS ist dabei mit dem Vertragspartner Symrise AG und deren Verfahrensabläufen abgestimmt. Der Spezialchemie-Konzern beliefert Symrise mit Menthol sowie dessen Vorprodukt Thymol in allen Qualitätsstufen. Symrise verarbeitet die Produkte weiter und bedient als Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen den Weltmarkt, etwa im Bereich der Mundpflege oder für Süßwaren wie Kaugummis und Bonbons. Qualitativ hochwertiges Menthol wird außerdem in Kosmetika und zahlreichen pharmazeutischen Produkten – zum Beispiel in Sportsalben zur Kühlung bei schmerzhaften Verletzungen – eingesetzt.

LANXESS ist – in Zusammenarbeit mit Symrise – der führende Hersteller von synthetischem Menthol und Thymol weltweit. Die ersten Planungsarbeiten für die Erweiterung der Menthol-Produktion haben bereits begonnen. Die Fertigstellung der Ausbauarbeiten ist im Laufe des ersten Halbjahres 2012 geplant. LANXESS plant zudem, auch in diesem Betrieb drei neue Mitarbeiter einzustellen.

Mit der Investition in Formalin und Menthol bedient LANXESS die Megatrends Mobilität, Urbanisierung und Ernährung – Themen, die unser Leben weltweit in Zukunft maßgeblich bestimmen werden. „LANXESS hat schon heute die richtigen Produkte, um die Megatrends und damit die Märkte der Zukunft zu bedienen“, so Breuers. TMP wird nicht nur für zahlreiche Produkte in der Möbel-, Bau- und Automobilindustrie verwendet. Bei dem Produktionsverfahren entsteht auch das Nebenprodukt Calciumformiat: ein im Markt begehrter Zuschlagstoff, der – neben weiteren Anwendungen – neuerdings sogar als Blattdünger in Obstkulturen zum Einsatz kommt.