| WIRTSCHAFT |
| 14. Dezember 2010, 12:34 Uhr | Kaufen Chinesen die angeschlagene WestLB? |
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Düsseldorf. Manche Äußerungen aus EU-Kommission und NRW-Landesregierung in jüngster Zeit haben den Eindruck erweckt, als sei die WestLB nicht mehr zu retten. Nur der als Verkaufsbeauftragerr tätige frühere CDU-Finanzexperte Friedrich Merz sprach immer wieder von einem "robusten Interesse" auch ausländischer Investoren. Nun scheint sich der Schleier etwas zu lüften. Eine chinesische Staatsbank will die WestLB komplett übernehmen, berichtet das "Handelsblatt".
Weil China großes Interesse an der Handels-, Rohstoff- und Projektfinanzierung habe, so das Blatt weiter, sei die nordrhein-westfälische Landesbank in den Fokus gerückt. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass auch bei der angeschlagenen HSH Nordbank eine "strategische Partnerschaft" mit der staatseigenen China Development Bank geprüft werde.
Die WestLB hatte gegenüber möglichen Kaufinteressenten mit ihrer "Brückenfunktion zwischen den Schwellenländern und Europa" geworben und finanziere u. a. den Ausbau der U-Bahn in Istanbul.