| WIRTSCHAFT |
| 16. Juni 2010, 14:59 Uhr | GM zieht alle Opel-Förderanträge zurück |
|
|
|
Rüsselsheim/Bochum. Der amerikanische General Motors-Konzern hat sämntliche Bürgschaftsanträge für sein Tochterunternehmen Opel zurückgezogen. Nach langem Tauziehen mit Bund und Ländern will das Unternehmen seine Töchter in ganz Europa nun auf eigenen Kosten sanieren.
Offenbar reagiert das Management mit dieser Entscheidung auch auf die jüngste Aussage der Bundesregierung, nach der keine Bereitschaft besteht, dem Automobilhersteller finanziell unter die Arme zu greifen. Zuletzt hatten die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen finanzielle Hilfe für das angeschlagene Unternehmen in Aussicht gestellt, um die heimischen Opel-Standorte zu retten. Allein in Bochum sind etwa 5.000 Mitarbeiter beschäftigt, ca. 25.000 weitere Arbeitsplätze in der Zuliefererindustrie hängen vom Erhalt des Standortes ab. In Nordrhein-Westfalen, das derzeit von einer geschäftsführenden Regierung unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) regiert wird, hatte zuletzt auch die oppositionelle SPD ihre Bereitschaft erkennen lassen, NRW-Gelder für Opel bereitzustellen.
Kommentare
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.