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WIRTSCHAFT
05. Februar 2010, 14:17 Uhr
NRW und Türkei kooperieren in Sachen Mode PDF Drucken E-Mail

Istanbul. Im Rahmen der Standortmarketingkampagne „We love the new…“ be­sucht Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) erneut die Türkei. Anlässlich der Is­tanbul Fashion Week 2010 stellt sie im Rahmen einer Pressekonferenz, die in  Kooperation mit dem Türkischen Textil- und Bekleidungsverband durchgeführt wird, die Metropolregion und den Modestandort Nordrhein-Westfalen vor.

Die Türkei und Nordrhein-Westfalen sind wichtige Wirtschaftspartner füreinander – im Handel und in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Dies gilt insbesondere für die Mode- und Textilindustrie. „Einer der wichtigsten Textil- und Bekleidungslieferanten von Nordrhein-Westfalen ist die Türkei. Diese enge Zusammenarbeit möchten wir weiter aus­bauen“, so Thoben auf der Pressekonferenz in Istanbul. Der Außenhandel zwischen der Türkei und Nordrhein-Westfa­len betrug im Jahr 2008 rund 5,9 Milliarden Euro und hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.

Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands führender Modestandort und übernimmt eine Brückenfunktion für türkische Modehersteller. Beson­ders für diese ist der Standort interessant. 20 der 50 umsatzstärksten deutschen Textileinzelhändler haben hier ihren Sitz. Hierzu zählen die großen Kaufhäuser und Filialisten wie z.B. C&A, Ernstings Family, Kar­stadt, Kaufhof, KiK, Peek & Cloppenburg und Takko. Mit ihren Mode- und Lifestylemessen gehört die Rheinmetropole Düsseldorf zur Welt­spitze. Im Umkreis von zehn Kilometern um das Messegelände herum, haben sich in Düsseldorf und Umgebung ca. 1.300 Showrooms ange­siedelt. 21.000 Fachbesucher aus 40 Ländern informieren sich und or­dern zweimal jährlich auf der CPD, internationale Fachmesse für Womenswear und Accessoires.

Die Türkei ist wie Nordrhein-Westfalen ein Modeland. Seit vielen Jahren gibt es eine sehr lebendige Mode-Achse zwischen beiden Ländern. Tür­kische Firmen pflegen gute Kontakte zur Modebranche und präsentieren sich mit eigenen Marken, Shops und Showrooms in Nordrhein-Westfa­len.

Das weltweit agierende Modeunternehmen Sarar ist seit 2000 mit seiner Europazentrale in Düsseldorf vertreten. „Alle bekannten Marken der Branche sitzen hier in unmittelbarer Nachbarschaft“, so Emre Sarar, Geschäftsführer des Bekleidungshersteller Sarar Giyim Tekstil Sanayi Ve Ticaret, „Die zentrale Lage in Europa bietet für unseren Vertrieb op­timale Rahmenbedingungen: eine exzellente Infrastruktur, qualifizierte Fachkräfte und Spezialisten sowie weltoffene und kreative Menschen.“ Sarar Europe beschäftigt in Nordrhein-Westfalen 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von 11,5 Millio­nen Euro.

Zur Vorstellung des Modestandorts Nordrhein-Westfalen wird Ministerin Thoben von der deutschen Modedesignerin Eva Gronbach begleitet. „Wir sind stolz, dass Eva Gronbach für unseren Modestandort wirbt“, sagt Ministerin Thoben, „Sie repräsentiert stellvertretend die neue, junge avantgardistische Mode in Nordrhein-Westfalen.“ 2000 gründete Gron­bach ihr eigenes Label. Die Designerin verbindet Kreativität und Au­thentizität zu einem aufregenden Stil. So recycelt sie Bergmannsklei­dung, verändert diese mit einem neoklassischen Styling und mixt sie mit feinsten kostbaren Materialien wie Seide und Cashmere. „Wir freuen uns, dass Nordrhein-Westfalen auf der Istanbul Fashion Week 2010 vertreten ist und über das große Interesse, das die Fachwelt uns entge­genbringt“, sagt Lemi Tolunay, ITKIB.