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WIRTSCHAFT
01. Dezember 2009, 18:01 Uhr
Zahl der Insolvenzen steigt PDF Drucken E-Mail

Düsseldorf. 2.828 Unternehmen stellten im dritten Quartal 2009 bei den nordrhein-westfälischen Amtsgerichten einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das waren 2,3 Prozent mehr als von Juli bis September des Jahres 2008 (damals: 2.765 Unternehmensinsolvenzen). In 2.170 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 658 Fällen musste die Eröffnung mangels Masse abgewiesen werden. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich auf 40,9 Mrd. Euro.

Das meldet das Statistische Landesamt NRW. Neben den Unternehmen beantragten 6.773 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelt es sich in 6.220 Fällen um Verbraucherinsolvenzen; das waren 6,9 Prozent mehr als im dritten Vierteljahr 2008 (damals: 5.818). Bei den übrigen 553 Fällen handelte es sich z. B. um ehemals Selbstständige, die nicht eindeutig zugeordnet werden konnten, Nachlässe und Ähnliches.
Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen war im dritten Quartal 2009 mit 9.601 um 5,1 Prozent höher als von Juli bis September 2008. Die hieraus resultierenden Forderungen summieren sich auf voraussichtlich 41,4 Milliarden Euro.
Für die ersten neun Monate des Jahres 2009 ermittelten die Statistiker mit 27.822 eine um 5,8 Prozent höhere Gesamtzahl der Insolvenzen als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2008. Dabei war die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche mit 8.040 um 1,9 Prozent, jene der Verbraucherinsolvenzen mit 18.093 um 7,1 Prozent höher als im Zeitraum Januar bis September 2008.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei den Unternehmensinsolvenzen Fälle von Unternehmen enthalten sind, deren Sitz außerhalb von Nordrhein-Westfalen liegt, aber deren Insolvenzabwicklung an einem nordrhein-westfälischen Amtsgericht erfolgt. Die (von Jan. bis Sept. 2009) betroffenen 117 Unternehmen beschäftigten 12.550 Personen und die Gläubigerforderungen summierten sich auf 4,7 Milliarden Euro. (IT.NRW)