| WIRTSCHAFT |
| 22. November 2009, 19:31 Uhr | WDR-Haushaltsplan beschlossen |
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Köln. Der Rundfunkrat des WDR hat dem Haushaltsplan 2010 und der Mittelfristigen Finanz- und Aufgabenplanung bis 2013 zugestimmt. Der Betriebshaushaltsplan sieht Erträge in Höhe von 1,35 Mrd. Euro vor. Diesen stehen Aufwendungen in Höhe von rund 1,41 Mrd. Euro gegenüber.
Für die Gewinn- und Verlust-Rechnung ergibt sich daraus ein Fehlbetrag von 56,8 Mio. Euro. Nach Übertrag des betriebswirtschaftlichen Fehlbetrags in die Finanzrechnung verbleibt dort ein liquider Fehlbetrag von 19,2 Mio. Euro, der durch Entnahme aus der Allgemeinen Ausgleichsrücklage gedeckt ist. Rundfunkratsvorsitzender Reinhard Grätz verwies auf rückläufige Erträge aus den Rundfunkgebühren und würdigte die Sparanstrengungen des Senders. "Im nächsten Jahr zeichnet sich ein weiterer Rückgang der Gebührenerträge ab. Diese Entwicklung zwingt den WDR, seine Ausgaben laufend weiter kritisch zu überprüfen und anzupassen, damit das vorhandene Geld auf Dauer reicht. Die Finanzsituation bleibt angespannt. Im zweiten Jahr einer Gebührenperiode hat es noch nie einen derart hohen Fehlbetrag gegeben." Der Vorsitzende des Haushalts- und Finanzausschusses, Friedhelm Wixforth, begrüßte, dass sich der WDR in seiner kurz- und mittelfristigen Planung "klare Einsparziele" gesetzt habe: "Wir sind zuversichtlich, dass der WDR den absehbaren Fehlbetrag von mehr als 150 Mio. Euro durch konsequentes Sparen ausgleichen wird. Der Sender ist auf die schwieriger werdende Finanzlage gut eingestellt."
Intendantin Monika Piel kündigte an, den in diesem Jahr eingeleiteten Sparprozess im nächsten Jahr fortzusetzen „und sogar noch zu intensivieren“. „Zielsetzung muss sein, die Strukturen des WDR so anzupassen, dass die Aufwendungen aus den künftigen Erträgen gedeckt werden können. Dabei wird alles, was nicht zu den Kernaufgaben des Programmunternehmens WDR zählt, auf den Prüfstand gestellt. Wir werden den WDR strukturell auf die Rahmenbedingungen und Anforderungen des kommenden Jahrzehnts vorbereiten", sagte Piel.