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POLITIK
16. März 2011, 09:40 Uhr
SPD fliegt nicht nach Florida PDF Drucken E-Mail

Duisburg. Die Stadt Duisburg will in dieser Woche eine Städtepartnerschaft mit Fort Lauderdale besiegeln. Heute fliegt eine Delegation unter Leitung von OB Adolf Sauerland (CDU) zu diesem Zweck ins sonnige Florida. Doch die Bezirksregierung untersagte der klammen Revier-Stadt Ende vergangener Woche die Übernahme der Reisekosten. Nun müssen alle selbst bezahlen. Die beiden SPD-Vertreter sagten ihre Teilnahme ab. Nächstes Problem: Wer bezahlt deren Stornokosten?

Das ist eine Geschichte, wie man sie sich kaum ausdenken kann. Während in Japan der Reaktor brennt und Gaddafi in Libyen seine eigene Bevölkerung terrorisiert, bereiten sich im hochverschuldeten Duisburg Kommunalpolitiker auf ihre Reise nach Florida vor. Dort, in Fort Lauderdale, werden heute Temperaturen um die 27 Grad Celsius herrschen. Beschlossen wurde die Partnerschaft schon vor längerer Zeit, doch die Kommunalaufsicht schaltete sich erst am vergangenen Freitag ein, in dem sie kurzerhand verbot, die Reise der städtsichen Delegation aus Steuergeldern zu bezahlen. OB Sauerland rief an und bat, noch mal darüber nachzudenken. Das tat man bei der Bezirksregierung und bestätigte vorgestern die Ablehnung. Versuche, Sponsoren zu finden, scheiterten angeblich wegen der zu geringen Zeitspanne.

Da stieg die SPD aus. Deren Fraktionsgeschäftsführer Uwe Linsen sagte gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung: „Unsere Ratsvertreter wollen politisch unabhängig bleiben.“ Nun müssen wohl noch Sponsoren gefunden werden, die deren Stornokosten übernehmen. Ein Stück wie aus Schilda....

 

Kommentare  

 
#1 2011-03-16 18:43
Und die wundern sich, dass immer weniger Leute an Wahlen teilnehmen.
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