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POLITIK
26. Juli 2010, 18:37 Uhr
Stadt Gütersloh weist jüdischen Investor aus PDF Drucken E-Mail

Gütersloh. Der aus Israel stammende Reitsportler Uri Burstein (32) ist von der Stadt Gütersloh aufgefordert worden, Deutschland bis zum 31. August zu verlassen. Sein Aufenthalt in der Stadt werde nicht länger geduldet. Burstein will gegen den Abschiebebescheid vor Gericht klagen. Das berichtet das Westfalen-Blatt. Burstein, der erst jüngst in der israelischen Mannschaft an der Reitsport-EM teilgenommen hatte, will in Gütersloh eine Reitanlage pachten. Als Grund habe er angegeben, dass es dort "fantastische Trainingsmöglichkeiten, anspruchsvolle Turniere und Reitsport-Experten jeder Fachrichtung" gebe. Burstein, der aus einer wohlhabenden Familie stammt und eine von seiner Mutter bei der Deutschen Botschaft inTel Aviv eingereichte Verpflichtungserklärung vorweisen kann, nach der sie bereit ist, den Unterhalt für ihren Sohn zu zahlen, sollte dieser dazu irgendwann nicht in der Lage sein, fand dennoch beim Gütersloher Ausländeramt keine Gnade, ja mehr noch: der Ablehnungsbescheid kostet 50 Euro Gebühren.

Burstein, so das Amt, wolle seine Reitsport-Aktivitäten nur auf die Amateurebene konzentrieren, wofür eine Aufenthaltsfrist von 180 Tagen im Jahr ausreichend sei. Dem hält Burstein-Anwalt Ralf Müller entgegen, sein Mandant könne keine Teilnahme an Wettbewerben nachweisen, weil er wegen des fehlenden Aufenthaltsrechts keinen Stützpunkt einrichten kann. Seine Pferde hat Burstein indes in den Niederlanden untergebracht.

Der Sorge, dass sein Mandant soziale Leistungen in Anspruch nehmen oder Rechnungen nicht bezahlen könnte, sei ferner durch das Angebot einer Kaution begegnet worden: »Sie wurde abgelehnt.« Uri Burstein sei krankenversichert, sozialversichert und vermögend: »Es gibt keinen Grund, warum er nicht in Gütersloh leben sollte.«

Quelle: http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=40141

 

Kommentare  

 
#1 2010-07-27 11:22
Heißt es von unseren Politkern nicht immer, dass wir eine ganz besondere Verantwortung gegenüber Israel haben? Die Stadt Gütersloh wird dem offenbar nicht gerecht.
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