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Startseite POLITIK Pinkwart: Differenziertes Schulsystem ist ein Trumpf
POLITIK
04. Mai 2010, 08:55 Uhr
Pinkwart: Differenziertes Schulsystem ist ein Trumpf PDF Drucken E-Mail

Olpe. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart (FDP) hat auf einer Veranstaltung der Familienunternehmer - ASU zum "Tag der Arbeit" in Olpe dafür geworben, das gegliederte Schulsystem aus Haupt-, Real- und Gesamtschule sowie Gymnasium zu erhalten. "Unsere Aufgabe ist es, konsequent vernünftige Bildungswege zu organisieren", sagte der Politiker, der auch Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl am Sonntag ist, vor mehr als 100 mittelständischen Unternehmern.

Zwei Themen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung: der Abbau von Subventionen und Verbesserungen bei der schulischen und beruflichen Bildung. Birger Heuser, Landesvorsitzender der Familienunternehmer in Nordrhein-Westfalen, hatte zur Eröffnung darauf hingewiesen, dass der alljährliche "Tag der Arbeit" nicht "von einer Partei oder Organisation gepachtet" worden sei. Am Maifeiertag gelte es, alle zu Wort kommen zu lassen, die sich für Arbeitsplätze am Standort NRW verantwortlich fühlen. "Wir", sagte Heuser zu den Unternehmern, "müssen uns mit noch deutlich mehr Sebstbewusstsein an den gesellschaftlichen Diskussionen beteiligen".

Minister Pinkwart beschäftigte sich in seinem 40-minütigen Vortrag besonders mit der Schulpolitik. "Es ist ja kein Zufall, dass wir jahrelang Export-Vizeweltmeister waren", sagte der FDP-Politiker und führte dies u. a. auch auf das gute duale Ausbildungssystem in Deutschland zurück. Energisch widersprach Pinkwart den Plänen von SPD, Grünen und Linken, im Fall einer entsprechenden Mehrheit nach der Landtagswahl das gegliederte Schulsystem Schritt für Schritt abschaffen und durch ein integriertes System ersetzen zu wollen. Dies werde "weder den Begabungen der Schüler, noch den Anforderungen der Wirtschaft" gerecht.