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POLITIK
25. April 2010, 15:48 Uhr
Ehrung für die Meisterschüler des Handwerks PDF Drucken E-Mail

Düsseldorf. Im Rahmen der 61. Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf ehrte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heute gemein­sam mit Handwerkskammerpräsident Prof. Wolfgang Schulhoff und Oberbürgermeister Dirk Elbers die 1041 Absolventen von Meisterschu­len des Regierungsbezirks Düsseldorf. Jürgen Rüttgers bezeichnete das Handwerk als einen der bedeutendsten Wirtschaftszweige Deutsch­lands.

Ohne Handwerker gäbe es „kein Haus, kein Internet und keine Brötchen“. Im Handwerk finde man die wichtigsten Arbeitgeber und die größten Ausbilder vor allem das ehrenamtliche Engagement der Hand­werksmeister in den Innungen und Kammern sei vorbildlich.

Deshalb mache die Landesregierung Politik für das Handwerk, so der Ministerpräsident: „Wir öffnen die Hochschulen stärker für Meisterinnen und Meister. Seit März ist geregelt, dass Sie jedes Studium an allen Hochschulen des Landes aufnehmen können.“ Außerdem sei die Grün­dung von Handwerksbetrieben erleichtert worden. Jürgen Rüttgers: „Wir haben Startcenter aufgebaut und Meistergründungsprämien gezahlt. Das ist mit 13.000 geförderten Existenzgründungen im Handwerk und 65.000 geschaffenen Arbeitsplätzen das erfolgreichste Programm für Selbständige“. Des Weiteren seien Finanzierungsprogramme für klei­nere und mittlere Unternehmen des Handwerks aufgelegt worden, zu­geschnitten auf die speziellen Bedürfnisse der Betriebe. Dazu gehöre unter anderem die Bereitstellung von Eigenkapital oder Mikrodarlehen - Kredite für Kleinstgründer, denen bisher der Zugang zu den Kapital­märkten versagt worden war.

Auch das kommunale Auftragswesen wurde vereinfacht und die Wert­grenzen für beschränkte Ausschreibungen und freihändige Vergabe deutlich erhöht wurden. So kämen die Handwerksbetriebe vor Ort leichter an öffentliche Aufträge. „Berufliche und allgemeine Bildung muss gleichwertig sein, damit wir auch in Zukunft exzellent ausgebildete Fachkräfte haben“, so Rüttgers.

Derzeit kann der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen optimistisch sein: Gegen den Bundestrend will beinahe jeder fünfte Betrieb weitere Mitar­beiter einstellen. Trotz Krise gibt es in Nordrhein-Westfalen gegenwärtig 235.000 weniger Arbeitslose als im Jahr 2005 und rund 200.000 sozial­pflichtige Arbeitsplätze zusätzlich.

Die Zahl der Absolventen von Meisterschulen stieg im Jahr 2009 ge­genüber 2008 um 5,7 Prozent. Das ist der größte Zuwachs seit drei Jah­ren. In insgesamt 35 Handwerksberufen legten die Meisterschüler Prü­fungen ab, darunter 23,4 Prozent Frauen sowie 7,7 Prozent Absolven­ten mit Migrationshintergrund.