| POLITIK |
| 09. April 2010, 14:34 Uhr | Grüne wollen exotische Haustiere verbieten |
|
|
|
Düsseldorf. Nach dem Fund der giftigen Monokel-Kobra in einem Mülheimer Wohnhaus bekräftigt Johannes Remmel MdL, parlamentarischer Geschäftsführer und umweltpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, seine Forderung zum Verbot exotischer giftiger Haustiere in Privathaushalten: „Nach knapp drei Wochen intensiver Suche ist die entflohene Monokel-Kobra in Mülheim an der Ruhr gefunden worden. Ein gewaltiger Einsatz von Feuerwehr und Ordnungsamt waren nötig und haben dabei Kosten von bis zu 100.000 Euro verursacht. Diese sind - höchstwahrscheinlich - am Ende vom Steuerzahler zu begleichen.“
Die Grünen fordern die Landesregierung auf, schnell klare Regeln für den Handel und die Haltung aufstellen - so wie es in anderen Bundesländern auch der Fall ist. Es dürfe nicht mehr angehen, dass in Nordrhein-Westfalen giftige Haustiere wie eine Monokel-Kobra für kleines Geld zu erstehen sind.
Konkret wird die Erstellung einer Positivliste mit Haustieren, die genehmigungsfrei zu halten sind, gefordet. Für alle anderen exotischen und giftigen Haustiere müssten die Behörden Nachweise über Sachkenntnis in der Haltung und im Umgang einfordern. Es gehe nicht darum, die seriösen Halterinnen und Halter in die Illegalität abzudrängen, doch seien zur Haltung spezielle Kenntnisse und Fachwissen notwendig.
Ein Kauf von exotischen Tieren wie Giftschlangen, Echsen oder giftigen Spinnen in Zoohandlungen oder über das Internet, ohne die Einforderung eines Sachkundenachweises, müssten – so die Grünen – schleunigst unterbunden werden.