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POLITIK
31. März 2010, 12:04 Uhr
Rüttgers: Für mehr Ökologie und gegen einen "Schulkrieg" PDF Drucken E-Mail

Düsseldorf. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will im Fall seiner Wiederwahl Nordrhein-Westfalen zur "umweltfreundlichsten Industrieregion Europas aufbauen". Das sagte er im Interview mit der aktuellen Printausgabe des Wirtschaftsmagazins NRW.jetzt.

NRW sei ein Industrieland, und das solle es auch in Zukunft bleiben. Aber er wolle mit Hilfe von Innovationen zeigen, dass "Industrie und Bewahrung der Schöpfung keine Gegensätze" seien, betonte Rüttgers. In der Bildungspolitik bezeichnete es der Ministerpräsident als "Kardinalfehler", dass die SPD "die Gymnasien zerschlagen, die Realschulen auflösen und die Hauptschüler nicht mehr besonders fördern will". Mehr Lehrer und kleinere Klassen seien notwendig, um jedem Kind die moptimale Förderung für seinen sozialen Aufstieg bieten zu können. Der CDU-Politiker verwies auf die Erfolge seiner Amtszeit in diesem Bereich: 8.000 zusätzliche Lehrer, die besten Abitur-Ergebnisse, den niedrigsten Stand an Sitzenbleibern und mehr als 260.000 Ganztagsschulplätze seit 2005. Rüttgers: "Wer jetzt die Einheitsschule durchzusetzen versucht, der führt das Land in einen Schulkrieg."

Angesprochen auf den Wirbel um seine Person im Zusammenhang mit der sogenannten "Sponsoring-Affäre" erklärte der Ministerpräsident: "Ich habe in den vergangenen Wochen erlebt, dass ich Objekt von Angriffen war, die weder durch Fakten gedeckt, noch vom politischen Stil her akzeptabel waren." Und weiter: "Wer andere nur um der Macht willen verleumdet oder persönlich verletzt, bringt sich um die Legitimation, ein hohes politisches Amt zu übernehmen."