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POLITIK
26. Februar 2010, 16:11 Uhr
NRW will Naturflächen vom Bund übernehmen PDF Drucken E-Mail

Düsseldorf. Die Nordrhein-Westfalen Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege tritt jetzt in Verhandlungen, um die Naturerbeflächen Trupbach (Kreis Siegen-Wittgenstein), Petersberg (Rhein-Sieg-Kreis) und Steinheide (Rhein-Erft Kreis) als neuer Eigentümer vom Bund zu übernehmen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Vorstand der NRW-Stiftung am 25. Februar 2010. Der Bund hatte in Verhandlungen mit dem Land Nordrhein-Westfalen einen neuen Eigentümer für die wertvollen Natur­schutzflächen gesucht.

Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) dankte der NRW-Stiftung für ihr Engagement: „Diese wichtigen Gebiete in Nord­rhein-Westfalen können künftig so genutzt werden, dass ihr hoher Naturschutzwert erhalten bleibt und verbessert werden kann.“ Diskutiert werde zudem die Übernahme weiterer Flächen wie etwa die Drover Heide im Kreis Düren.

Die Flächen werden vom Bund als Schenkung abgegeben. Als neuer Eigentümer übernimmt die NRW-Stiftung die Pflege und Weiterentwick­lung der Gebiete für Ziele des Naturschutzes. „Wir haben bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit der Naturschutzarbeit auf mili­tärischen Liegenschaften gemacht“, so der Präsident der NRW-Stiftung, der frühere Landwirtschaftminister Jochen Borchert. Der NRW-Stiftung gehören bereits der frühere Truppenübungsplatz Stilleking in Lüden­scheid, der ehemalige Standortübungsplatz Aprike im Märkischen Kreis und große Teile des Brachter Waldes, einem ehemaligen Munitions­depot im Kreis Viersen. Insgesamt besitzt die NRW-Stiftung rund 4.700 Hektar Land, die für Zwecke des Naturschutzes erworben wurden. Mit den Flächen des Nationalen Naturerbes kämen nun weitere 600 Hektar hinzu.

Minister Uhlenberg dankte ausdrücklich auch der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, die sich ebenfalls zur Übernahme der Natur­schutzflächen bereit erklärt hatte und zugunsten der NRW-Stiftung verzichtete. „Der NABU NRW steht voll und ganz hinter der Übernahme der wertvollen Naturschutzflächen durch die NRW-Stiftung“, so Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbundes NABU NRW. Sie verfüge über das notwendige Know-How, unser nationales Naturerbe dauerhaft zu sichern.