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POLITIK
18. Februar 2010, 18:53 Uhr
CDU in NRW will weiterhin Kreuze in Gerichtssälen PDF Drucken E-Mail

Düsseldorf. Im alten Düsseldorfer Amts- und Landgericht sind die Kruzifixe von den Wänden genommen worden, weil sich immer wieder Angeklagte über das christliche Symbol beschwert hätten, sagt Gerichtspräsident Heiner Bläsing. In den neuen Gerichtssälen im Stadtteil Oberbilk sollen die Kreuze erst gar nicht mehr aufgehängt worden. CDU und christliche Kirchen wollen das nicht hinnehmen.


So sagte Nikolaus Schneider, Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, er sei "irritiert" über die Entscheidung des Gerichtspräsidenten. Auch der katholische Düsselsdorfer Stadtdechant Rolf Steinhäuser äußerte sich kritisch und wies darauf hin, dass das Kreuz der Christen kein Einrichtungsgegenstand sei, den man "wie eine Vase" irgendwo zurücklassen könne.

Während das Justizministerium zur Gelassenheit mahnte, will die nordrhein-westfälische CDU die Entscheidung nicht hinnehmen. Generalsekretär Hendrik Wüst sagte heute: "Unser Land hat nicht nur eine christliche Tradition, sondern basiert auf christlichen Werten. Deswegen müssen die Kreuze in den Gerichtssälen hängen bleiben!" Auch Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter ist mit der Entscheidung des Gerichtspräsidenten nicht einverstanden. Sie erklärte: "Ich würde mich freuen, wenn die Verantwortlichen beim Land- und Amtsgericht Düsseldorf ihre Entscheidung, im neuen Justizzentrum keine Kreuze in den Gerichtssälen aufzuhängen, noch einmal überdenken . Ich würde dafür eintreten, dass Kreuze nur im Einzelfall abgehängt werden, wenn einer der Prozessbeteiligten hieran Anstoß nimmt."

 

Kommentare  

 
#1 2010-02-18 19:36
Gut, dass sich Kirchen und CDU wehren wollen, aber gezz ma Butter bei die Fische: Wie soll der Gerichtspräside nt bewegt werden, die Kreuze wieder aufzuhängen? Etwas konkreter, meine Damen und Herren!
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#2 2010-02-22 05:34
Vielleicht sollte die CDU mal anfangen, sich um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Erst die Abzockerei von Wüst und van Dinther, jetzt Rent-a-Rüttgers, so wird das nichts mit der Wiederwahl.
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