| POLITIK |
| 25. Januar 2010, 17:18 Uhr | Rüttgers fördert Elektro-Kleintransporter |
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Bochum. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat heute in Bochum den Startschuss für die Entwicklung eines Elektro-Kleintransporters gegeben. In dem Projekt wird die Bochumer Hochschule gemeinsam mit der regionalen Industrie ein serientaugliches Elektro-Fahrzeug entwickeln. Es soll «BOmobil» heißen, Platz für zwei Personen und 400 Kilogramm Zuladung bieten, eine Reichweite von 150 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h haben. Ein erster Prototyp könnte bereits Ende 2011 rollen.
Jürgen Rüttgers: „Mobilität und Klimaschutz sind keine Gegensätze. Beides gehört in einem großen Industrieland wie Nordrhein-Westfalen zusammen. Das Bochumer Netzwerk aus Hochschule und Wirtschaft hat ein zukunftsweisendes Projekt entwickelt. Es eröffnet die Chance, ein völlig neues Fahrzeugkonzept zu verwirklichen.“ Der Ministerpräsident lobte, das Projekt zeige die Stärke und die Innovationskraft der Region: „Die Elektromobilität insgesamt beinhaltet ein großes Potenzial für Innovation, Wachstum und Beschäftigung im Ruhrgebiet.“
Jürgen Rüttgers bekräftigte das Ziel, dass bis zum Jahr 2020 insgesamt 250.000 Elektrofahrzeuge auf den Straßen von Nordrhein-Westfalen unterwegs sein sollen: „Wir wollen die erste großräumige Modellregion für Elektro-Autos in Europa werden. Die Bochumer Initiative hat dabei eine Vorreiterrolle: Die Partner aus der Region entwickeln nicht nur einen Prototypen, sondern werden das Projekt bis zur Serienreife vorantreiben. Dadurch gewinnen wir neue Erkenntnisse, wie wir die Elektronik- und Elektriksysteme für zukünftige serientaugliche Elektromobile entwickeln müssen. Es muss das Ziel sein, eine höchstmögliche Reichweite zu erreichen und dabei so energieeffizient wie möglich zu sein, auch schon beim Produktionsprozess.“
Das Land unterstützt das Projekt in den nächsten zwei Jahren mit zwei Millionen Euro aus Ziel-2-Fördermitteln.