| POLITIK |
| 20. Januar 2010, 16:33 Uhr | Justiz überprüft Sicherheit der Haftanstalten |
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Düsseldorf. Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) hat heute die Leiterinnen und Leiter der 36 nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten aufgefordert, im Wege der Schwachstellenanalyse ihre Sicherheitssysteme eingehend zu überprüfen.Bei einem intensiven Gespräch mit den Leitungskräften der Haftanstalten betonte die Ministerin, dies gelte gleichermaßen für bauliche Gegebenheiten als auch für die organisatorischen Abläufe.
„Wir dürfen in gar keinem Fall hinnehmen, dass die Sicherheit außerhalb und innerhalb der Gefängnismauern beeinträchtigt wird“, sagte die Justizministerin. Und weiter; „Wir haben bereits einen sehr hohen Sicherheitsstandard in den Haftanstalten in Nordrhein-Westfalen. Das zeigt die geringe Zahl an Ausbrüchen in den vergangenen Jahren. Wir wissen zugleich, dass wir keine hundertprozentige Sicherheit garantieren können.“
In der heutigen Besprechung mit den Anstaltsleiterinnen und -leitern wurde vereinbart, dass in allen Anstalten aufgrund des Münsteraner Vorfalls, aber auch aufgrund zahlreicher vereitelter Ausbrüche Schwachstellenanalysen unter Beachtung der Besonderheiten jeder Anstalt vorgenommen werden. Zwischen den Anstalten sollen gewonnene Erkenntnisse kurzfristig und regelmäßig ausgetauscht werden, um nach dem so genannten Best-Practice-Prinzip voneinander profitieren zu können.