| POLITIK |
| 13. Januar 2010, 11:55 Uhr | Rüttgers fordert Rückkehr des Konservativen |
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Düsseldorf. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat seine Partei davor gewarnt, ihr konservatives Element zu vernachlässigen. In einem Beitrag für die "Rheinische Post" forderte Rüttgers, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU ist, eine wertegebundene statt materialistische Politik zu machen und nicht mit der FDP um dieselben Wähler zu konkurrieren.
Der Politiker weist darauf hin, dass die Mehrheit der Arbeiter bei der vergangenen Bundestagswahl CDU und CSU gewählt haben. Dennoch hätte die Union bei dieser Wahl weder von der Schwäche der SPD noch der Popularität der Kanzlerin profitiert. Rüttgers: "Der Wahlsieg ist ein relativer." Seine Partei müsse sich wieder "die Mittelstandsstimmen zurückholen", dürfe dabei aber nicht das Allgemeinwohl aus dem Blick verlieren.
Die Union solle sich um die Johannes-Rau- und die Helmut-Schmidt-Wähler bemühen, die in der "nach links abgedrifteten SPD keine Heimat mehr haben". Die CDU müsse wertegebunden denken, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft verbinden und eine Politik für das Leben machen. Die liberalen, konservativen und christlich-sozialen Strömungen in der Union müssten eine Einheit bilden.
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