| POLITIK |
| 07. Januar 2010, 12:22 Uhr | Hauen und Stechen bei der Linken |
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Düsseldorf/Berlin. Der nordrhein-westfälische Landesverband der Linkspartei fordert den Rücktritt von Bundesgeschäftsführer Dieter Bartsch. Der hatte vor Wochen indirekt das Wahlprogramm der NRW-Linken kritisiert.
Der Landesverband NRW der Linken gilt selbst für deren Parteiverhältnisse als extrem antikapitalistisch. Das kürzlich beschlossene Wahlprogramm sieht neben der Forderung nach 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auch eine weitgehende Auflösung der Justiz, die Verstaatlichung der Energiekonzerne sowie die Abschaffung des Religionsunterrichts an den Schulen des Landes vor. Mit derart grotesken Forderungen raubte die Partei gleichzeitig der SPD eine Machtperspektive, die einen solchen Weg - ebenso wie die Grünen - sicher nicht mitgehen würde.
Gemeinsam mit dem Landesverband Baden-Württemberg haben sich die NRW-Linken Medienberichten zufolge an Gregor Gysi in Berlin gewandt und massive Kritik an Bartsch geübt. Dabei sei auch das Gerücht zur Sprache gekommen, Bartsch habe Medien über eine angebliche außereheliche Beziehung von Parteichef Oskar Lafontaine mit der linken Galionsfigur Sarah Wagenknecht informiert. Bartsch bestreitet dies vehement.
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