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POLITIK
18. November 2009, 11:26 Uhr
Studie: Kinderschutz in NRW wird besser PDF Drucken E-Mail

Duisburg. Der Kinderschutz in NRW hat sich seit 2005 strukturell deutlich verbessert und die Sensibilität für Gefährdungen von Kindern hat sich spürbar erhöht. Das behauptet Kinder- und Jugendminister Armin Laschet (CDU).

Auf dem Fachkongress „Kindeswohlgefährdung - Kinder in riskanten Lebenssituationen“ in Duisburg stellte der Minister die Ergebnisse der Studie „Kindeswohlgefährdung - Ursachen, Erscheinungsformen und neue Ansätze der Prävention“ vor. Danach ist es innerhalb von vier Jahren gelungen, Verantwortlichkeiten klarer zu formulieren und Kooperationsbemühungen stärker auszubauen sowie qualitativ zu verbessern.

„Die von der Landesregierung im letzten Jahr in Auftrag gegebene Studie ist die erste systematische wissenschaftliche Erhebung, die einen umfangreichen und umfassenden Einblick in die Gefährdungssituationen von Kindern in Nordrhein-Westfalen ermöglicht“, sagte der Minister. Damit sei sie eine bedeutsame Grundlage für politische Entscheidungen und fachliche Planungen. „Es ist wichtig, die Belastungssituationen in Teilen der Gesellschaft, die für Kinder zu einem Risiko werden können, zu erkennen und Strategien der Vorbeugung und der frühen Förderung zu entwickeln, mit denen wir Kinder wirksam fördern können. Kinderfreundlichkeit darf keine Leerformel sein, sondern muss von allen ganz konkret gelebt werden“, so Laschet.

Auf dem Fachkongress diskutierten rund 300 Fachleute aus Politik und Praxis, aus der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie aus Schule, Gesundheitswesen und Justiz über das Verhältnis von Prävention und Intervention, die Verbesserung von Organisationsformen und Fachkonzepten und personelle und finanzielle Ressourcen.

Trotz der weitgehend positiven Ergebnisse der Studie wies Minister Laschet auch darauf hin, dass der psychische Druck auf die Fachkräfte wachse und die Arbeitsbelastungen in den Jugendämtern zunähmen. Auch in Zukunft sei mit einer steigenden Nachfrage nach Erziehungsberatung und Vollzeitpflege für junge Kinder zu rechnen.