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POLITIK
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18. November 2009, 10:33 Uhr |
Kooperation zwischen NRW und Jiangsu wird ausgebaut |
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Nanjing. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat sich heute mit dem Gouverneur der chinesischen Partnerprovinz Jiangsu, Luo Zhijun, auf einen Ausbau der Zusammenarbeit verständigt. Eine entsprechende Erklärung wurde von beiden in der Hauptstadt Nanjing unterzeichnet. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sollen von der Kooperation profitieren.
Für sie soll der Zugang zum chinesischen Markt erleichtert werden. Ein Schwerpunkt der künftigen Zusammenarbeit soll auf dem Gebiet der modernen Energie- und Umwelttechnik liegen. Außerdem vereinbarten beide Seiten, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren, den kulturellen Austausch zu fördern und auch bei Fragen des Umweltschutzes zu kooperieren.
„Jiangsu ist für Nordrhein-Westfalen der wirtschaftlich wichtigste Partner in China. Über 50 Unternehmen sind hier seit vielen Jahren erfolgreich“, sagte Rüttgers bei einem Empfang am Vorabend der Unterzeichnung (17. November 2009) vor Partei- und Regierungsvertretern. „Deshalb bauen wir unsere wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter aus. Nordrhein-Westfalen will das China-Zentrum in Deutschland und Europa werden. Und wir unterstützen auch das Engagement nordrhein-westfälischer Unternehmen in China.“
Seit über 20 Jahren ist Nordrhein-Westfalen partnerschaftlich mit der im Osten Chinas gelegenen Provinz Jiangsu verbunden. Die Provinz Jiangsu ist mit 75 Millionen Einwohnern eine der wirtschaftsstärksten Regionen des Landes. Die Region westlich von Shanghai hat sich zum Zentrum des chinesischen Wirtschaftsbooms entwickelt: Jiangsu erwirtschaftet auf ca. 1 Prozent der Fläche mit 6 Prozent der Bevölkerung rund 10 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts Chinas. Hauptbranchen sind der Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik und IT sowie Chemie. Die meisten der über 50 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die in Jiangsu aktiv sind, stammen aus diesen Branchen.
In Nanjing traf Ministerpräsident Jürgen Rüttgers am Dienstag (17. November 2009) auch mit ehemaligen Stipendiaten des Landes zusammen. Das seit über 20 Jahren durchgeführte Stipendiatenprogramm Nordrhein-Westfalens mit China gehört zu den wichtigsten Projekten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Das Programm hat bislang knapp 800 chinesischen Führungskräften eine 10-monatige berufliche Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Die ehemaligen Stipendiaten sind heute in Führungsfunktionen in Wirtschaft und Verwaltung tätig. Ihre Bindung an Nordrhein-Westfalen ist eng, so dass ihnen eine erhebliche Bedeutung für den Ausbau der wirtschaftlichen Kontakte zukommt. |