| POLITIK |
| 16. November 2009, 13:07 Uhr | 770.000 Euro-Zuschuss für gesunde Kinderernährung |
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Dortmund. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) fördert das landesweit angelegte Projekt „Previkids NRW“ des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund mit rund 770.000 Euro aus Landes- und EU-Mitteln. Damit soll späteren Erkrankungen vorgebeugt werden. „Das Großartige an ‚Previkids’ ist, dass hier der Spaß am Essen nicht zu kurz kommt und ganz praktische Schritte unternommen werden, um eine gesunde Ernährung in den Alltag von Kindern, Jugendlichen und Familien einzubauen.“ Das sagte Minister Laumann heute in Dortmund bei der Übergabe der Förderbescheide.
„Previkids NRW“ steht für „Präventionsernährung für Kinder in NRW“. Innerhalb von drei Jahren soll das vom Forschungsinstitut für Kinderernährung entwickelte Konzept der Optimierten Mischkost in Kindertagesstätten, Schulkantinen und im Einzelhandel eingeführt werden. Mit der eingetragenen Marke „optimiX“ erhalten gesunde Nahrungsangebote für Kinder ein Gütesiegel. Neben der Ernährung in der Familie ist die Gemeinschaftsverpflegung ein Schwerpunkt des Projekts. Anbieter von Mittagsmahlzeiten für Kindertagesstätten und Schulen sowie ernährungswirtschaftliche Unternehmen werden bei der Entwicklung von Rezepturen für gesundes Essen beraten. In den Projektverbund von vier Dortmunder Forschungspartnern sind auch Unternehmen der Ernährungswirtschaft und des Gesundheitswesens eingebunden.
Die Optimierte Mischkost ist kein Diätplan, sondern ein Rahmenkonzept für eine gesunde Ernährung im Alltag, bei der die Freude am Essen im Vordergrund stehen soll. Dabei werden Empfehlungen für altersgerechte Verzehrsmengen für verschiedene Gruppen von Lebensmitteln gegeben:
• Reichlich (kalorienarme) Getränke und pflanzliche Lebensmittel
• Mäßig tierische Lebensmittel
• Sparsam fett- und zuckerreiche Lebensmittel
„Previkids NRW“ ist eines von 33 Siegerprojekten im Wettbewerb „Med in.NRW – Innovative Gesundheitswirtschaft“. In diesem größten Wettbewerb des Landes im Rahmen des NRW-EU-Ziel2-Programms sind im Jahr 2008 insgesamt 235 Beiträge eingereicht worden. Innerhalb von fünf Jahren stehen bis zu 70 Millionen Euro aus Mitteln der EU, des Landes, der Kommunen und privater Partner für die Umsetzung zur Verfügung.