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Landesgartenschau in Hemer eröffnet PDF Drucken E-Mail

Hemer. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat heute in Hemer im Sauerland die 15. Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Er würdigte dabei vor allem die Leistung der vielen freiwilligen Helfer: „Das Gelände macht einen tollen Eindruck, auch weil die Stadt auf die Hilfe von mehr als 500 ehrenamtlichen Helfern bauen konnte. Die Leistung ist beeindruckend.“ Die Landesregierung hat 2005 den Fort­bestand der Landesgartenschauen gesichert. „Das war die richtige Ent­scheidung, wenn man sieht, wie sich Hemer verändert hat“, sagte Rüttgers, der auch Schirmherr der Veranstaltung ist.

Die Gartenschau hat das Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne mitten in der Stadt verwandelt: Die große versiegelte Fläche ist nicht nur neu und grün gestaltet, sie kann auch nach Ende der Landes­gartenschau am 24. Oktober von den Bürgern wieder genutzt werden. Entsprechend lautet das Motto „Zauber der Verwandlung“.

„Hemer zeigt, dass Landesgartenschauen keine reinen Blümchen­schauen mit nur kurzfristigem Nutzen sind. Sie erzeugen einen bleiben­den Wert“, sagte Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU). Die Landesre­gierung hat die Stadt bei der Vorbereitung der Gartenschau begleitet und finanziell unterstützt. Das Umweltministerium stellte für Investitionen in das Gartenschaugelände fünf Millionen Euro zur Verfügung. Das Minis­terium für Bauen und Verkehr hat die Bau- und Sanierungsarbeiten und die Anbindung des Gartenschaugeländes an die Innenstadt mit mehr als sechs Millionen Euro mitfinanziert. Die Mittel des Landes werden für dauer­hafte Investitionen verwendet. Die Kosten für die Gärten, den Blumen­schmuck und die Veranstaltungen trägt die Stadt Hemer.

Neben der städtebaulichen Herausforderung sind Landesgartenschauen auch eine Leistungsschau des Gartenbaus. „Künftig wollen wir auch kleinere Gartenschauen unterstützen. Wir wollen die Stadtparks wieder beleben und die Wirtschaft mit der Umwelt versöhnen. Nordrhein-West­falen soll zum Modell der umweltfreundlichen Industrieregion in der Zu­kunft werden. Und wir müssen unsere unbebaute Landschaft schützen und die Zersiedelung unserer Landschaft stoppen. Deshalb haben wir die Initiative „Allianz für die Fläche“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Kommunen, Kammern, Verbänden und der Wirtschaft arbeiten wir für eine nachhaltige Nutzung von Fläche und Boden“, sagte Minister­präsident Rüttgers.

Seit 1984 gibt es regelmäßige Landesgartenschauen in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung hat sich dazu bekannt, die Tradition fortzusetzen. Die nächste findet im Jahr 2014 in Zülpich statt. Und die Bewerbungsfrist zur Landesgartenschau 2017 läuft noch bis zum 1. Februar 2011.