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2. Kolloquium auf Schloss Krickenbeck PDF Drucken E-Mail

Ein Blick auf was passieren könnte

Die Veranstalter hatten im Vorfeld Großes versprochen: „Dieser Tag wird Ihre Sicht auf die Zukunft verändern.“ Und was beim 2. Krickenbecker Kolloquium geboten wurde, erfüllte die Erwartungen der gut 60 hochkarätigen Teilnehmer vollauf.

Schloss KrickenbeckDie WestLB Akademie Schloss Krickenbeck in Nettetal gehört zu den schönsten und exklusivsten Tagungsorten in Deutschland. Das wird niemand bestreiten, der einmal dort gewesen ist, und das wird auch immer wieder durch Umfragen unter Führungskräften und mit der Verleihung hochkarätiger Auszeichnungen unter Beweis gestellt. In 2008 hatte Geschäftsführerin Gita Tripathi mit dem 1. Krickenbecker Kolloquium den Startschuss zu einer neuen hochklassigen Veranstaltungsreihe gegeben. Im Juni bot sie mit dem renommierten Zukunftsforscher und Innovationsexperten Prof. Dr. Eckhard Minx erneut ein intellektuelles Schwergewicht auf, der sich auf das Bedürfnis vieler Unternehmen nach seriösen Zukunftsszenarien in Zeiten der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise einließ. Minx, Leiter des Forschungslabors „Gesellschaft und Technik“ der Daimler AG, stellte gleich zu Beginn seines zweistündigen Vortrags eines klar: „Ich weiß auch nicht, was kommt.“ Doch dann nahm er sein Auditorium aus Vertretern namhafter Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen mit auf eine „kleine Reise durch das Jetzt, um mögliche Konsequenzen für das Morgen zu finden“.

Dr. Eckehard MinxDie Zukunft, daran lässt Minx keinen Zweifel, lässt sich nicht vorhersagen, aber sie lässt sich erkunden. Seinen Zuhörern gab er dazu zwei Leitsätze mit auf den Weg. Erstens: Es gibt immer mehrere Sichtweisen. Zweitens: Es gibt nicht nur eine Zukunft.

Was auf den ersten Blick verwirrend erscheint, löste der Wissenschaftler anhand schlüssiger Beispiele auf. „Die Zukunft“, so Minx, „ist ein offenes Rennen, das wir selbst gestalten.“ 90 Prozent all dessen, was noch vor wenigen Jahren als „Spinnerei“ galt, sei heute technische Realität. Deshalb gelte es, sich aktiv mit der Zukunft zu beschäftigen, statt nur bemüht zu sein, Fehler zu vermeiden. Der Referent entwickelte dazu verschiedene Methoden, die für intensive Diskussionen sorgten, denn: „Die Frage ist nicht, was passieren wird, sondern was passieren könnte.“